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Arten der Pflege

KinderzeichnungAufgrund der unterschiedlichen Situationen, in denen Kinder bedingt durch ihre Geschichte und ihr Alter stehen, erscheint innerhalb der Pflegeplatzunterbringung eine Ausdifferenzierung sinnvoll. Diese lässt sich anhand von zwei Polen festmachen. An einem Ende finden sich jene Pflegeverhältnisse, die im Prinzip ähnlich wie Adoptionen ablaufen. Die Pflegeeltern übernehmen in diesem Fall die Elternfunktion mit der Perspektive, dass das Kind auf Dauer in der Familie aufwachsen soll. Am anderen Ende gibt es jene Familien, die für eine begrenzte Zeit ihren privaten Rahmen zur Verfügung stellen (Ergänzungsfamilien).

Zwischen diesen beiden Polen gibt es eine ganze Palette von unterschiedlichen Pflegeverhältnissen und Herausforderungen, die von den Familien in diesem Zusammenhang zu bewältigen sind. Grob wird allerdings zwischen den „allgemeinen Pflegeverhältnissen“ und jenen unterschieden, die nach einem sozialpädagogischen Konzept arbeiten.

Allgemeine Pflegefamilien nehmen meist Kinder auf, die voraussichtlich sehr lange - zum Teil bis zur Selbstständigkeit - in der Pflegefamilie bleiben. Hierzu zählen auch Verwandten- und Netzwerkpflegefamilien.

Krisenpflegeplätze nehmen Kinder auf, die kurzfristig und für einen begrenzten Zeitraum außerhalb der Familie untergebracht werden müssen. Dahinter stehen oft kritische Lebensereignisse wie Krankheit des verantwortlichen Elternteils, Misshandlungen, traumatische Erlebnisse, Vernachlässigung der Aufsichtspflicht und Ähnliches.

Die Familienbegleitende Pflege hat eine Rückführung des Kindes zu seinen leiblichen Eltern oder zum verantwortlichen Elternteil zum Ziel. In diesem Sinn wird ein laufender Kontakt des Kindes zu seiner Herkunftsfamilie aktiv unterstützt.

Die Familienpädagogische Langzeitunterbringung bietet für Kinder und Jugendliche mit besonderem Betreuungsbedarf ein familienpädagogisches Setting (u.a. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, schweren Traumatisierungen oder einem herausfordernden Herkunftssystem).